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Rückblick
23. Arthroskopiekurs in Arosa vom 23. bis 28. Januar 2005

"Eine Tradition setzt sich erfolgreich fort."

Bereits zum 23. mal trafen sich dieses Jahr mehr als 100 arthroskopiebegeisterte Anfänger und Fortgeschrittene zu diesem tradionellen Arthroskopiekurs über eine Woche. Damit zählt der Arthroskopiekurs in Arosa, der 1982 ins Leben gerufen wurde, zu den ältesten und traditionsreichsten Arthroskopiekursen in Europa. Der Kurs hat aber nicht nur eine Bedeutung für die Verbreitung der Arthroskopie. So entstand die Idee eine deutschsprachige Arbeitsgemeinschaft für Arthroskopie zu gründen auch in Arosa, während der ersten Kurse. Damals standen die Kurse unter Leitung von Prof. Haru Henche (Rheinfelden) und Prof. André Gächter (St. Gallen). Die beiden Gründer übergaben die Kursleitung mit dem 20. Kurs im Jahr 2002 an Prof. Michael Strobel und Dr. Wolfgang Birkner. Diese setzten das Kurskonzept von Arosa fort. Um eine Konstanz und gleichzeitig hohe Qualität der theoretischen und praktischen Übungseinheiten zu gewährleisten sind in Arosa nur Stammdozenten und eingeladene Gastdozenten für die Vorträge und Instruktionskurse verantwortlich.

Vom 23.-28. Januar fand der diesjährige Arthroskopiekurs in Arosa statt. Das Waldhotel in Arosa, das seit mehr als 15 Jahren den Arthroskopiekurs beherbergt, bot auch dieses Jahr wieder hervorragende Bedingungen für Teilnehmer und Aussteller. Ingesamt hatten sich 64 Anfänger und 45 Fortgeschrittene für den diesjährigen Kurs angemeldet. Dabei ist aber festzustellen, dass aufgrund der enormen Teilnehmerresonanz bereits 3 Monate vor Kursbeginn alle Plätze ausgebucht waren. Neben den Stammdozenten Dr. Heinz Bereiter (Chur), Dr. Wolfgang Birkner (Rheinfelden), Dr. Christoph Lampert (St. Gallen), PD Dr. Andreas Weiler (Berlin) und Prof. Dr. Michael Strobel (Straubing) wurden Prof. Philipp Lobenhoffer (Hannover) und PD Dr. Matthias Steinwachs (Freiburg) als Gastdozenten eingeladen. Zur Unterstützung bei den Workshops nahmen als Instrukoren Dr. Birr und Dr. Buchgraber teil.

Die kleinen notwendigen Improvisationen bei der Umgestaltung des Hotels für den Arthroskopiekurs wurden perfekt umgesetzt. Das der Kurs in einem Hotel und nicht in einem Kongresszentrum veranstaltet wird, unterscheidet diesen Kurs wohltuend von anderen Kursen. Wohl bei keinem anderen Kurs ist dadurch die Gemeinschaft zwischen Teilnehmern, Referenten und Industrie so eng und gleichzeitig so unkompliziert wie in Arosa.

Täglich fanden vormittags und nachmittags Instruktionskurse und Vorlesungen statt. Von der Industrie wurden für die praktischen Übungen zahlreiche Arbeitsplätze und Instrumentarien zur Verfügung gestellt. So konnten die Anfänger an über 35 Arbeitsplätzen die Grundzüge der diagnostischen und operativen Arthroskopie (Orientierung, Triangulation, Meniskusresektion und - refixation, Entfernung freier Gelenkkörper etc.) üben. Von diesen umfangreichen Übungsmöglichkeiten wurde reichlich Gebrauch gemacht. Den Fortgeschrittenen standen spezielle Arbeitsplätze der teilnehmenden Firmen zur Verfügung (Fa. Aesculap, Fa. Karl Storz, Fa. Arthrex, Fa. R. Wolf, Fa. Smith&Nephew, Fa. Linvatec). Hier konnten spezielle Operationstechniken geübt werden. Besonders positiv wurde die speziellen Instruktionskurse am Nachmittag mit Spezialthemen wie Indikationen und Techniken der Knorpeltherapie (Steinwachs), HKB-Rekonstruktion (Strobel), VKB-Revisionen (Weiler) sowie Osteotomie und Bandersatz (Lobenhoffer) von den Teilnehmern frequentiert. Täglich trafen sich dann alle Teilnehmer zur Tagesdiskussion mit Fallbeispielen zu aktuellen Themen aus dem "arthroskopischen Alltag". Zuvor musste von den Teilnehmern jedoch das traditionelle arthroskopische Rätsel gelöst werden. Nach einer intensiven Wochen fand der diesjährige Kurs am 28. Januar seinen Abschluss mit dem Festabend, auf dem die Sieger der Räselaufgaben geehrt wurden. Zudem hielt Michael Strobel einen "nicht sehr ernstzunehmenden" Rückblick auf den diesjährigen Arthroskopiekurs.

Teilnehmer und auch Referenten haben den Kurs in Arosa sehr genossen, wie die Resonanz und die Teilnehmerbefragung zeigte. Nicht nur viele Teilnehmer, sondern auch die Stammdozenten freuen sich auf den nächsten Kurs in Arosa vom 22.-27.1.2006.

Michael Strobel (Straubing)

 


Demonstration am "Probanden"


Diskussion beim Praktikum

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